Häufige Fragen zu Fix & Flip
Hier beantworten wir die Fragen, die uns zu Fix & Flip am häufigsten gestellt werden. Jede Antwort verweist auf einen Artikel, der das Thema ausführlich mit Zahlen und Beispielen behandelt.
Was ist Fix & Flip?
Beim Fix & Flip kaufst du eine renovierungsbedürftige Wohnung oder ein Haus unter Marktwert, sanierst das Objekt in wenigen Monaten und verkaufst es bezugsfertig weiter. Der Gewinn entsteht aus der Differenz zwischen Verkaufspreis und allen Kosten für Kauf, Sanierung, Finanzierung und Verkauf.
Mehr dazu: So läuft ein Deal vom Ankauf bis zum Verkauf
Wird Wohnraum durch Fix & Flip teurer?
Nein. Ein Flip nimmt keine Wohnung vom Markt, oft wird sogar Leerstand wieder bewohnbar. Der höhere Verkaufspreis entspricht dem Wert der Sanierung, die sonst die Käuferin oder der Käufer selbst bezahlen und organisieren müsste. Dafür bekommen sie ein fertiges Zuhause mit planbaren Kosten statt einer Baustelle mit offenem Budget.
Mehr dazu: Welche Sanierungen den Wert steigern
Wie viel Eigenkapital brauche ich für einen Flip?
Banken erwarten in der Regel, dass du mindestens die Kaufnebenkosten selbst trägst. Je nach Bank, Objekt und Erfahrung kommt ein Anteil der Sanierungskosten dazu. Wie viel es konkret ist, hängt von deiner Bonität und deiner Kalkulation ab.
Mehr dazu: Wie Banken einen Flip finanzieren
Wie viel Gewinn bleibt bei einem Flip?
Das entscheidet sich beim Einkauf. Wir rechnen rückwärts: vom realistischen Verkaufspreis ziehen wir Sanierung, Nebenkosten, Haltekosten und den Zielgewinn ab und erhalten so den maximalen Kaufpreis. Liegt das Angebot darüber, lassen wir das Objekt liegen.
Mehr dazu: Maximalen Kaufpreis berechnen
Welche Steuern fallen beim Flip an?
Verkaufst du privat innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf, ist der Gewinn nach § 23 EStG mit deinem persönlichen Steuersatz zu versteuern. Verkaufst du mehr als drei Objekte innerhalb von fünf Jahren, gilt das in der Regel als gewerblicher Grundstückshandel, dann fällt zusätzlich Gewerbesteuer an. Lass dich vor dem ersten Kauf steuerlich beraten.
Wie lange dauert ein Flip?
Von der Beurkundung bis zum Verkauf solltest du mit etwa sechs bis zwölf Monaten rechnen. Die Sanierung selbst dauert bei einer Wohnung oft nur einige Wochen. Zeit kosten vor allem Kaufpreiszahlung, Grundbuch, Handwerkstermine und die Vermarktung.
Mehr dazu: Haltekosten in der Sanierungsphase
Wohnung oder Haus: Womit fange ich an?
Für den Einstieg ist eine Eigentumswohnung meist einfacher: weniger Kapital, weniger Gewerke und eine größere Käufergruppe. Dafür musst du die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft genau prüfen. Ein Haus bietet mehr Gestaltungsspielraum, bindet aber mehr Geld und Zeit.
Mehr dazu: Wohnung oder Haus im Vergleich
Welche Sanierungen lohnen sich beim Verkauf?
Am meisten bewirken sichtbare Maßnahmen, die Käuferinnen und Käufer selbst scheuen: Bad, Böden, Wände und bei Bedarf die Elektrik. Teure Extras zahlen sich selten aus. Entscheidend ist, was die Zielgruppe in der Lage erwartet.
Mehr dazu: Badsanierung nach Zielgruppe
Brauche ich ein Gewerbe für Fix & Flip?
Einzelne private Verkäufe brauchen kein Gewerbe. Wer regelmäßig kauft, saniert und verkauft, ist steuerlich schnell gewerblich tätig und meldet ein Gewerbe an. Viele arbeiten dann über eine GmbH. Welche Struktur passt, klärst du am besten mit deiner Steuerberatung.
Mehr dazu: Immobilien-GmbH für Flips
Funktioniert Fix & Flip auch in Österreich und der Schweiz?
Ja, das Prinzip ist gleich. Unterschiede gibt es vor allem bei Steuern und Nebenkosten: In Österreich gilt die Immobilienertragsteuer, in der Schweiz erheben die Kantone eine Grundstückgewinnsteuer mit Zuschlägen bei kurzer Haltedauer.
Mehr dazu: Immobilien flippen in Österreich